Allgemeine Informationen
Die Hauptstadt der Insel, Kerkyra, ist eine der reizvollsten Städte des Mittelmeerraumes. Die Altstadt mit ihren venezianischen, “Kantounia” genannten engen, gepflasterten Gassen ist die grösste, bewohnte mittelalterliche Stadt Griechenlands. Ihr neuerer Teil hat breite Strassen, geräumige Plätze - der eindrucksvollste von ihnen ist der Spianada-Plarz - mehrgeschossige von englischer und französischer Architektur beeinflusste Gebäude, Arkaden, Häuser mit Erkern, Balkonen mit kunstvollen Gittern und vielen mehr. Unter den Sehenswürdigkeiten der Stadt sind die wichtigsten: die Alte Burg, die Neue Burg (beide von den Venezianern im 15. - 16. Jahrh. erbaut), das venezianische Rathaus, die Ionische Akademie - ein venezianischer Bau, der einen ganzen Häuserblock umfasst, das Denkmal des Menekrates in der Garitsa-Bucht, die byzantinische Kirche der Heiligen Iason und Sosipatos in Anemomyli, die Mitropolis-Kirche - Panagia i Spiliotissa oder Agia Theodora -, wo Reliquien der Kaiserin Theodora aufbewahrt werden, die Kirche des Schutzheiligen der Stadt, des Hl. Spyridon - ein Gebüude das 1589 vollendet wurde mit der Reliquie des Heiligen und reichen Weihgaben - , das Kloster Platyteras in Mandouki, wo sich das Grab des ersten Gouverneurs von Griechenlands, Ioannis Kapodistrias, befindet. Der Rundbau in Ionischem Stil auf dem oberen Platz, und daneben die Statue des Ioannis Kapodistrias.
Museen: Archäologisches Museum (Tel.: 0661-30.680).
Das Museum für Byzantinische und Metabyzantinische Kunst in der Kirche “Panagia i Antivouniotissa”(Tel.: 38.313).
Das Museum für asiatische Kunst im Alten Palast Agion Michail und Georgiou (Tel.: 30.443). Im gleichen Gebäude befinden sich auch die archäologische Behörde, die öffentliche Bibliothek und die Archive des Ionischen Senats. Etwas ausserhalb der Stadt, in südlicher Richtung, lag, an der Palaiopolis genannten Stelle, die antike Stadt. In dieser Region wurden Teile der antiken Befestigung, sowie on bedeutenden Tempeln entdeckt. Der wichtigste davon ist ein Hera-Tempel aus dem 6. Jahrh. v. Chr. Auch in der Nähe des Klosters Agii Theodori sieht man Reste eines antiken Artemis-Tempels (Beginn 6. Jahrh. v. Chr.) Das älteste christliche Denkmal der Insel ist die Basilika von Palaiopolis, bekannt auch als Agia Keryra, ein Gebäude aus dem 5. Jahrh. mit Bauteilen eines Dorischen Tempels. Sie liegt in der Nähe des Eingangs zu Mon Repos, ehemals der Palast der englischen Gouverneure. Auf dem Analypsi-Hügel mit herrlicher Sicht auf die gegenüberliegende Küste von Ipiros, haben Ausgrabungen einige Reste eines dorischen Tempels aus dem 6.Jahrh. v. Chr. und eines Brunnens zutage gebracht. Etwas ausserhalb der Stadt liegt die reizvolle, Kanoni genannte, Stelle an einer Halbinsel, von der aus eine Brücke zur kleinen Insel mit dem Kloster “Panagia tis Vlachernas” führt. Die grüne Pontikonisi (“Mäuseinsel”) mit einer Pantokrator-Kapelle (13. Jahrh.) liegt etwas weiter weg und kann mit einem Boot von Kanoni aus besucht werden. Fährt man in nördlicher Richtung aus der Stadt Kerkyra, gelangt man in einige reizvolle Dörfer: Alkyes, Kontokali, Gouvia - in venezianischer Zeit eine Werft, heute ein viel frequentiertes Touristenzentrum -, nach Kommeno, Dasia - ebenfalls mit vielen touristischen Einrichtungen -, weiter nach Ypsos mit einem wunderschönen Stand und nach Pyrgi. Weiter nach Norden fahrend kommt man durch viele Küstenorte mit Olivenhainen, herrlichen Stränden, hervorragenden Hotels, Restaurants, Tavernen, Bars, und vieles mehr. Weiter Städe auf der Route währen Barbati, Nisaki, Kalami, Kouloura, Agios Stefanos.
An der Nordküste der Insel liegen Kassiopi (36km von kerkyra), eine malerische Kleinstadt mit den Ruinen eines venezianischen Kastells und Roda oder Sidari bedeutende Touristenzentren mit vielen Hotels und schönen Stränden. Man fährt dann weiter ins Landesinnere und kommt zu einigen malerischen orten, die von Wäldern und Hainen umgeben sind, diese währen: Karousades, Agii Douli, Ano Korakiana, Skripero, Yzgos, Nymphes, Episkepsi. Im Osten der Insel kommt zu dem Bergmassiv Pantokratoras, dem höchsten Berg der Insel mit einigen schönen Traditionellen Dörfern an seinen Abhängen, zu diesen zählen u.a. Strinylas, Sgourades, Sparylas. Die Sicht von dort ist atemberaubend schön, man sieht die Schönheiten der Insel in all ihrer Grossartigkeit mit der Küstenlinie des Festlandes als Hintergrund. Die der Adria zugewandte Westküste von Korfu hält weitere Überraschungen für den Besucher bereit. 39km nordwestlich von Kerkyra kommt man nach Arilla, einen Badeort mit internationalem Flair und feinem Sandstrand. Es ist umschlossen von zwei schmalen Landzungen mit den vorgelagerten Inseln Kravia, Diaplo und Mathraki. 26km von der Hauptstadt entfernt liegt Palaiokastritsa, wo nach Meinung der Wissenschaftler die Homerische Stadt der Phäaken lag. Das Meer ist dort kristallklar. Rechts vom Strand liegt auf einem Felsen mit herrlicher Aussicht das der Gottesmutter geweihte Kloster Palaiokastritsa. In seinem kleinen Museum kann man byzantinische Ikonen und Ikonen aus neuerer Zeit besichtigen. Bei dem Ort Krini befindet sich die byzantinische Burg Angelokastro (13.Jahrh.), die von den Angeli Komnini, den Despoten von Ipiros erbaut wurde. An der Bella Vista genannten Stelle hat man einen schönen Blick auf das Meer. Etwas weiter östlich liegt das Dorf Lakones und weiter südlich Liapades (im Inneren der gleichnamigen kleinen Bucht), Ermones, ein von Touristen frequentierter Urlaubsort in einer kleinen Bucht mit steil aufragenden Felsen und bewaldeten Hügeln. In der gleichen Gegend liegt auch das Ropa-Tal mit einem Golfplatz. Weiter südlich kommt man in das Dorf Pelekas (13 km südwestlich der Hauptstadt), das in traditionellem Stil auf einer Anhöhe erbaut ist und von wo aus man sehr gut den Sonnenuntergang geniessen kann. 3 km von diesem Ort entfernt liegt an der Küste Glyfada, eines der größten Touristenzentren der Insel.
Weiter in Richtung Süden, kommt man nachSinarades, ein traditionelles Dorf mit einem Volkskunde Museum, nach Agios Gordis , einen sehr schönen Strand mit bemerkenswerten Felsformationen, nach Ano und Kato Garouna mit einer langen Tradition in der Steinmetzkunst und einer Teppichweberei und nach Agios Matthäos, ein grosses Dorf im Landesinneren inmitten einer fruchtbaren Umgebung. Etwas weiter südlich liegt das Kloster Christos Pantokratoras (4. Jahrh.) und noch weiter südlich die Ruine einer byzantinischen Burg, des sogenannten Kastro Gardikiou. Dort liegt auch der Korysia-See mit einer Ausdehnung von 11qkm. Im Spden von kerkyra kommt man zu den Dörfern Perama, inmitten eines grossen Olivenhains, mit Luxushotel, in das malerische Gastouri mit dem “Achilion”, das von der österreichischen Kaiserin Elisabeth erbaut wurde, die dort, angetan von der Schönheit der Insel, einige Jahre lebte. Heute wird das Achillion als Museum und als internationales Kongresszentrum verwendet.
Es folgen die Orte Benitses (12,5km von der Stadt), ein altes Fischerdorf mit schönen Tavernen am Strand. von dort geht die Starsse weiter nach Agios Ioannis Peristeron, Moraitika und mesongi. An dieser Küstenstrecke mit den Olivenhainen im Hintergrund gibt es viele Hotels und Lokale aller Art. In südlicher Richtung weiterfahrend gelangt man zu den Küstenorten Boukairs, Korakades, Molos und gelangt nach Levkimi (42 km südlich von Kerkyra), einer grossen Kreisstadt, an einem Kanal, der als Sammelbecken für die Gewässer der Umgebung dient und im Winter als Ankerplatz für die Fischereiboote verwendet wird. In der fruchtbaren Umgebung wird Gemüse angebaut und Oliven-und Weinbau betrieben. Die Strasse führt weiter nach Kavo, einem schönen Sandstrand und nach Asprokavo, die Südspitze der Insel.
Korfu ist bekannt für seine vielen Kirchenfeste und kulturellen Veranstaltungen: Prozessionen mit der Reliquie des Hl. Spiridon unter Begleitung des einheimischen Orchesters (“Philharmonien”) finden vier mal im Jahr statt. Sehenswert sind auch die Bräuche während der Karwoche und dem Osterfest, wo als Höhepunkt am Vormittag des Karsamstag tönerne Krüge von den Balkons auf die Strassen geworfen werden.
Der Karneval von Korfu wird besonders festlich begangen: Am Faschingssonntag findet eine grosse Parade statt und es wird die Figur des “Karneval” verbrannt. In der Alten Burg werden Son et Lumiere -Veranstaltungen- geboten, im September wird das Kerkyra-Festival veranstaltet.
Vido:
In der Zufahrt des Hafens von Korfu gelegen. In der Antike hiess die Insel Ptylchia.
Erikoussa:
4.5 Seemeilen nördlich von Korfu, gegenüber von Sidari mit einem kleinen Hotel und Zimmern in Privathäusern.
Mathraki:
3 Seemeilen vor der Nordwestküste von Korfu, gegenüber Arilla, von wo aus es per Boot erreichbar ist. Schöne Strände mit feinem Sandstrand.
Othoni:
7,5 Seemeilen vor der Nordwest-Spitze von Korfu mit einer kleinen Siedlung und einigen Zimmern in Privathäusern Mit einem Boot kann man die Höhle der Kalypso besuchen. Nach der Mythologie traf dort Odysseus mit Nausikaa zusammen.
Geographie und Geschichte
Korfu ist die nördlichste der Ionischen Inseln un die zweigrösste nach Kefallonia, (Landfläche 529 km2 und eine Küstenlänge von 217km). Es liegt gegenüber den Küsten von Ipiros und Albanien.
Die Küste ist im Westen der Insel meist steil, im Osten flacher.
Im Osten liegt auch der Golf von Korfu mit dem Haupthafen.
Die Insel ist Fruchtbar, vegetations- und wasserreich. Ihre schöne Natur, das milde Klima, die Sehenswürdigkeiten, die Modernen Resorts, die vielen Möglichkeiten für Sport und Unterhaltung, das kosmopolitische Flair, ihre typische Ausstrahlung, die Herzlichkeit ihrer Bewohner, sind nur einige der Elemente, die dazu beitragen das Korfu eines der beliebtesten Ziele des internationalen Tourismus wurde.
Nach der Mythologie, fanden Iason und die Argonauten auf ihrer Heimfahrt Zuflucht an den gastfreundlichen Küsten von Korfu. Man nimmt auch an, das Korfu die insel der Phäaken ist, die Homer in den berühmten Versen des 6. Gesanges der Odyssee besingt.
Wie es dort heisst, war die Insel die letzt Station des Odysseus vor seiner Heimkehr auf das ersehnte Ithaka.
In der Antike war Korfu eine bedeutende Seemacht. In der Neuzeit kam es unter venezianische französische, britische und italienische Oberherrschaft.
Anreise
Mit Flügen von Olympic Airways von Athen und Thessaloniki aus.
Der Flughafen befindet sich 3km südlich von der Stadt. In den Sommermonaten fliegen viele Charterfluggesellschaften von verschiedenen europäischen Städten aus Korfu an.
Mit dem Fährschiff von Patras, Igoumenitsa, Paxi, Sagiada in Thesprotia und von Italien aus.
Von Athen nach Patras Verbindung mit Bussen der KTEL-Verkehrsbetriebe oder mit der Bahn.
Von Athen und Thessaloniki aus regelmässige Verbindungen nach Igoumenitsa mit den Überlandbussen von KTEL.
